Kohren

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Kohren und die Rittergüter Sahlis 1813.
Truppendurchmärsche, Einquartierungen und Plünderungen

Das ganze Jahr über kam es in Kohren und den Rittergütern Sahlis zu unzähligen Truppendurchmärschen und Einquartierungen. Diese führten zu immensem Nahrungsmangel. Dennoch erfolgten aus Kohren immer wieder Lieferungen nach Leipzig und Borna.
Am 23. Oktober musste das Sahliser Gericht 55 Mann stellen, um die Toten bei Leipzig zu begraben.

Alle Chirurgen im Amtsbezirk wurden am 27. Oktober nach Borna geschickt, um die von den Dörfern eintreffenden Verwundeten zu versorgen.

Am 29. November rückte die 3. Kolonne der in Dresden gefangenen Franzosen mit 150 Mann österreichischer Landwehr und einem Detachement ungarischer Husaren als Deckung in Kohren ein. Am selben Tag traf auch die 4. Kolonne ein, was für große Unruhen sorgte. Zahlreiche Einquartierungen folgten darauf, sodass auf dem Rittergut Sahlis 7 Generäle und 200 Mann; in Kohren 1.200 Mann lagen. Die österreichische Landwehr kam nach Sahlis und die übrigen Franzosen auf die umliegenden Dörfer. Um die Einwohner einigermaßen zu unterstützen, wurde ihnen nun etwas Nahrung aus Borna geliefert.

 

(Bild: Napoleon nimmt Abschied von Poniatowsky, Nach 1810, Lithografie, koloriert; Museum Borna)