Leipzigs Süden

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Nachrichten aus dem Leipziger Land

Die Orte des gesamten Südraums von Leipzig erlebten 1813 zwischen der Schlacht bei Großgörschen im Mai und der Völkerschlacht im Oktober alle ähnliche Schicksale. Truppendurchmärsche, Einquartierungen, Plünderungen, Zerstörungen, Lazarette, bis hin zu Hunger, Flucht und Tod.

Die Nähe zu Leipzig war nicht zufällig, denn die Stadt war ein strategisch wichtiger Punkt: Wege in alle Himmelsrichtungen zweigen von dieser ab. Leipzig musste gehalten werden, wenn man das gesamte Gebiet halten wollte. Schon die Schlacht bei Lützen 1632, eine der Hauptschlachten des 30-jährigen Krieges, stand in ebenso enger Verbindung zu Leipzig.

Dies war auch die Situation 1813. Napoleon wollte zunächst die Elblinie als natürliche Grenze sichern. Doch seine Gegner überschritten diese Linie im Süden und Norden, so dass Napoleon eine Einkreisung befürchtete. Um sich nun die Wege nach Westen offen zu halten, musste er sich nach Leipzig zurückziehen.

Zahlreiche Augenzeugenberichte aus ebenso zahlreichen Orten beschreiben nun diese Ereignisse südlich von Leipzig. Der Versuch einer Auswahl soll einen Einblick ermöglichen.