Lobstädt

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Truppendurchzüge, Plünderungen, Lazarett
Nach der Kirchengalerie von 1840

Die Hauptmacht der Russen und Preußen soll vor der Schlacht bei Großgörschen durch den Ort gekommen sein. Rund um Lobstädt lagerten die Soldaten auf den Feldern; in einem Haus im Ort übernachtete Zar Alexander I. von Russland.

Nach der Schlacht erfolgte der Rückzug wiederum durch Lobstädt; die Bewohner flohen und nahmen alles mit, was ihnen möglich war. Der Ort selbst wurde stark in Mitleidenschaft gezogen: die Türen und Möbel wurden zerstört, das Vieh wurde beschlagnahmt. Die Kirche diente als Lazarett, wobei die Frauen-Sitze im Kirchenschiff herausgerissen wurden.

Während der Völkerschlacht waren die Österreicher mit ihrer Bagage in und um Lobstädt; von dort aus wurde Brot und Fleisch den vorrückenden Truppen nachgesendet.

 

(Bild: Generalfeldmarschall Graf Alfred von Schliefen (1913): Gesammelte Schriften. Zweiter Band. Berlin: Ernst Siegfried Mittler und Sohn. Skizze 67)