Thierbach

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Fliehende Bewohner
Nach der Kirchengalerie von 1840

Murat musste die französische Armee bei Leipzig decken und wollte in Borna sein Hauptquartier errichten. Während er am 10. Oktober auf der Geithainer Straße von Osten her Borna zog, empfing ihn starkes russisches Feuer. Er erwiderte das Feuer und zog Richtung Bockwitz, über Kesselshain nach Thierbach und schlug hier das Hauptquartier auf.

Doch in der Nacht des 12. Oktobers zog er wieder ab, da Napoleon ihn Richtung Leipzig abkommandierte. Ein großer Teil der Reservetruppen hatte sich im Holz nahe Thierbach Laubhütten gebaut, da alle Häuser bereits besetzt waren. Am Morgen des folgenden Tages befanden sich russische und preußische Truppen im Umfeld des Dorfes.

Kosaken plünderten und zerstörten das Dorf. Die Bewohner waren zuvor geflohen kehrten aber nach dem Abzug der Kosaken zurück. Bis zum Bekanntwerden des Sieges der Verbündeten flohen die Einwohner erneut. Doch nach ihrer Rückkehr sammelten die Bewohner sämtliche Nahrungsmittel die sie Entbehren konnten um sie nach Leipzig zu liefern.

 

(Bild: Generalfeldmarschall Graf Alfred von Schliefen (1913): Gesammelte Schriften. Zweiter Band. Berlin: Ernst Siegfried Mittler und Sohn. Skizze 71)